Meisterprüfung „Damenkleidermacher“ 2018

Absolventin der Modeschule Hetzendorf 1992 -1996

Gesellenstück: Jacke mit dem Titel „Hommage an Marc Chagall“

Psychologiestudium mit dem Abschluss 2001

Titel der Diplomarbeit: „Die Aktivierung von Kreativität im Heilungsprozess psychischer Erkrankung“

Selbstständige Unternehmerin

Seit März 2016

Familie

Zwei Söhne, zwei Schwiegertöchter, drei Enkelsöhne und eine Enkeltochter.

Lebenslauf

Am 2.11. 1962 wurde ich als zweites von vier Mädchen in Wien geboren.

Die Liebe zur maßgeschneiderten Mode wurde durch meinen Großvater geweckt. Er war über 1,90m groß und überragte so alle in seiner Generation um einen ganzen Kopf. So passte ihm auch nichts von „der Stange“. Schon als kleines Mädchen war ich fasziniert von den Details der Verarbeitung in seinen maßgeschneiderten Stücken.

Meine Mutter hat für uns fast alles selbst genäht. So saß ich schon bald auf ihrem Schoß und beobachtete alles aus nächster Nähe. Mit fünf nähte ich mir den ersten Rock, Puppengewänder, auch Puppen. Mit 11 Jahren nähte ich meiner Mutter ein lindgrünes Jerseykleid mit Sattel und gezogenen Teilen ohne Hilfe nach einem Burda-Schnitt.

Mit Achtzehn wurde ich zum ersten Mal Mutter, mit Zwanzig zum zweiten Mal. Hauptberuflich war ich Mutter, nebenberuflich studierte ich mit großem Interesse Psychologie. Nach einer langen Unterbrechung beendete ich das Studium im Jahr 2001 mit einer Diplomarbeit mit dem Titel:    „Die Aktivierung von Kreativität im Heilungsprozess psychischer Erkrankung“.

7 Jahre arbeitete ich als Psychologin in Spitälern – 4 Jahre in der sozialpsychiatrischen Abteilung des Kaiser Franz –Josef Spitals in Wien und 3 Jahre in der neu aufgebauten sozialpsychiatrischen Abteilung des öffentlichen Krankenhauses in Waidhofen an der Taya.

Weiters wirkte ich beim Pilotprojekt „Peercoach-Lehrgang“ für Menschen mit dem Stigma psychiatrischer Erkrankung mit.

Erst mit 30 verwirklichte sich der Traum, in der Modeschule Hetzendorf das Handwerk für den Beruf Damenkleidermacher professionell zu erlernen (1992-1996).

Nach mehreren Jahren der Selbstständigkeit sowohl als Psychologin als auch als Künstlerin für textile Kreationen lebte ich für viereinhalb Jahre im Kloster um meinen tiefen Glauben und meinem Lebensweg nachzuspüren. Hier sammelte ich Erfahrungen als Horterzieherin, als Seelsorgerin und zuletzt als Leiterin eines Hauses für obdachlose und zugleich psychisch kranke Frauen..

Nach all diesen vielfältigen Erfahrungen erkenne ich, dass ich in der schöpferischen Arbeit mit Menschen und Stoffen die größte Freude empfinde.

  Diese Freude möchten ich mit meinen und gemeinsamen Kreationen weitergeben.